ERP – Was ist das?
Begriffserklärung von Enterprise Resource Planning

Definition: Was heißt ERP bzw. ERP-Software?

ERP ist die Abkürzung für Enterprise Resource Planning. Die wörtliche Übersetzung von ERP ins Deutsche hieße im Grunde „Unternehmensressourcenplanung“. Grundsätzlich ist mit ERP die unternehmerische Aufgabe gemeint, die in einem Geschäft vorhandenen Ressourcen (z.B. Waren, Kapital oder Personal) für den betrieblichen Ablauf möglichst effizient zu planen und zu steuern, um geplante Unternehmensziele zu erreichen. Dementsprechend steht ERP also für:

Um all diese Ressourcen in die Wertschöpfungskette eines Unternehmens zu integrieren, greifen Betriebe in aller Regel auf ERP-Lösungen in Form von spezieller Software zurück. Diese Systeme beinhalten alle wichtigen Module und Funktionen für ein effizientes Enterprise Resource Planning, also die erfolgreiche Steuerung aller Geschäftsabläufe.

Inhaltsverzeichnis

In diesem ERP-Führer liefern wir Ihnen eine konkrete ERP-Definition sowie praktische Erklärungen, die zum besseren Verständnis von ERP-Systemen beitragen. Wir erläutern, für welche Unternehmen sich die Anschaffung eines ERP-Systems lohnt und mit welchen Modulen und Funktionen entsprechende Software-Pakete ausgestattet sein sollten. So wissen Sie später genau, was Sie bei einer ERP-Einführung in Ihrem Betrieb beachten müssen. Abschließend informieren wir Sie über aktuelle ERP-Trends und beantworten Ihnen in unserem übersichtlichen Web ERP-Wiki die wichtigsten Fragen rund um das Thema ERP.

  1. Was ist ERP und welche Bereiche umfasst es? 
  2. ERP-System: Funktionen & Module
  3. ERP - Was muss ich bei der Auswahl und Einführung des Systems beachten?
  4. ERP-News: Aktuelle Trends im Bereich Enterprise Resource Planning
  5. ERP-System Wiki: Antworten auf die 10 wichtigsten Fragen rund um das Thema ERP
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Was ist ERP und welche Bereiche umfasst es? 

Im Sinne einer betriebswirtschaftlichen ERP-Definition bedeutet Enterprise Resource Planning soviel wie die bedarfs- und zeitgerechte Planung sowie Steuerung der Firmenressourcen, sodass alle Unternehmensziele optimal erreicht werden können. Ein modernes, IT-gestütztes ERP-System kann Ihre Firma dementsprechend bei einer ganzen Reihe wichtiger, betriebswirtschaftlicher Aufgaben unterstützen. Von Material- und Warenwirtschaft, Lager- und Stammdatenverwaltung, bis hin zu der Erstellung von firmenspezifischen Prognosen und Potenzialen – ERP deckt eine große Bandbreite an Funktionen ab.

Für welche Unternehmen lohnt sich die Einführung eines ERP-Systems?

Noch bis vor wenigen Jahren war der Einsatz von ERP-Systemen überwiegend mittelständischen und großen Unternehmen vorbehalten. Seit einiger Zeit gewinnt das ERP aber auch immer größere Bedeutung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).

Diese haben in den letzten Jahren aus den folgenden Gründen verstärkt in ERP-Systeme investiert:

Die Einführung von ERP-Software ist in der Vergangenheit also auch für den Erfolg kleiner und mittelständischer Firmen zunehmend wichtig geworden. Dennoch können auch Großunternehmen oder Konzerne von ERP-Systemintegration profitieren und diese für unterschiedliche firmenspezifische Aufgabenstellungen entlang der Wertschöpfungskette nutzen.

Die Bedeutung von ERP für meinen Betrieb 

Unternehmen, die sich im Zeitalter der Digitalisierung gegen ihre Mitbewerber auf dem Markt durchsetzen wollen, müssen dafür einige Voraussetzungen wie Mobilität, Flexibilität oder Erreichbarkeit auch von unterwegs aus, erfüllen.

Deshalb ist es heute praktisch ein Muss, dass alle wichtigen Firmendaten in elektronischer Form jederzeit und von überall für alle Mitarbeiter verfügbar sind. Um all das zu gewährleisten, gewinnt der Einsatz moderner ERP-Software in Betrieben aus allen Branchen immer größere Bedeutung und Relevanz.

Workflows können vereinheitlicht, vereinfacht und transparent dargestellt werden, sodass die Zusammenarbeit über Abteilungen hinweg effizienter und übersichtlicher verläuft. Mitarbeiter können die Strukturen des ERP-Systems zu Ihrem Vorteil nutzen und bei Bedarf schnell auf Veränderungen oder Entwicklungen reagieren.

Welche Vorteile bieten ERP-Systeme?

Laut ERP-Definition ist Enterprise Resource Planning dazu da, um alle wichtigen Geschäftsbereiche einer Firma sowie alle damit verbundenen Prozesse der Wertschöpfungskette effizient und zentral zu steuern. Durch den Einsatz spezieller ERP-Programme können Sie in Ihrem Betrieb von einer ganzen Reihe an Vorteilen profitieren:

Neben den vielen ERP-Vorteilen können Ihnen aber auch Nachteile entstehen:

Vor allem wenn die Strategie für die Implementierung bzw. Systemintegration eines ERP-Systems nicht ausgereift ist, kann deren Umsetzung ungeplante Kosten mit sich bringen. Diese können insbesondere bei KMU schwer ins Gewicht fallen. In der Regel kommt es aber nur dann zu Nachteilen, wenn sich ein Betrieb im Vorfeld der ERP-Einführung nicht genügend Gedanken über Auswahl des ERP-Systemanbieters oder über persönliche Anforderungen gemacht hat.

Dies lässt sich jedoch leicht vermeiden, in dem man sich über einige wichtige Aspekte bereits im Vorfeld bewusst wird. Beispielsweise über benötigte Funktionen bzw. den Funktionsumfang, die technische Umsetzung im Unternehmen und auch über Kosten und Aufwand, die durch die Anschaffung entstehen. Welche Dinge Sie unbedingt beachten sollten, lesen Sie auch im Kapitel „Was muss ich bei der Auswahl und Einführung eines Systems beachten?

Welche Prozesse lassen sich durch ERP optimieren?

Durch den Einsatz eines ERP-Systems können Sie die Geschäftsabläufe und Workflows in Ihrem Unternehmen kontinuierlich verbessern. So können Sie sich auch einen Wettbewerbsvorteil schaffen. Moderne Programme sind laut der Definition von ERP dazu in der Lage, folgende Prozesse zu optimieren:

Ziele eines ERP-Systems

Welche Ziele kann ich mit ERP erreichen?

Richtig eingesetzt und implementiert, kann ein ERP-System in den wesentlichen Unternehmensbereichen unterstützen und Abläufe effizienter gestalten. Insgesamt können die Systeme Ihnen in Ihrem Betrieb dabei helfen, langfristig folgende ERP-Ziele zu erreichen:

Um diese Ziele zu erreichen, ist es jedoch zwingend notwendig, alle Prozesse regelmäßig zu analysieren und ggf. an neue Gegebenheiten und Entwicklungen anzupassen. Zudem sollte der Nutzen der eingesetzten ERP-Software-Module regelmäßig hinterfragt werden.

ERP vs. CRM – das ist der Unterschied

Sie fragen sich, wo genau der Unterschied zwischen ERP und CRM liegt? CRM (Customer Relationship Management) ist der englische Begriff für die Verwaltung von Kundenbeziehungen. Dieser Bereich betrifft also sämtliche Faktoren im Hinblick auf das Kundenbeziehungsmanagement. CRM-Anwendungen unterstützen folgende drei Prozesse:

Im ERP werden laut Definition alle Firmenressourcen geplant und gesteuert, um die Unternehmensziele zu erreichen. Dementsprechend werden darin alle Daten gesammelt, die eine Schnittstelle zum Kunden darstellen. Das bedeutet, dass ERP-Systeme heutzutage ebenfalls den grundlegenden Leistungsumfang eines CRMs integrieren, weil in diesem Bereich ein enger Zusammenhang mit anderen ERP-Funktionen gegeben ist. Der Vorteil daran: Sie können eine bessere Kundenbetreuung gewährleisten, Verkaufsbeziehungen optimieren und Kosten einsparen.

Unterschiede zwischen ERP und CRM

Jedoch gibt es auch einen wesentlichen Unterschied zwischen ERP und CRM. Bei ERP liegt der Fokus auf der Prozessoptimierung durch Analyse von Vergangenheitswerten, während CRM zukunftsorientiert auf die Verstärkung der Kundenbeziehungen abzielt. Im Hinblick auf den Unternehmensbereich Marketing und Vertrieb, zielt ein ERP beispielsweise darauf ab, die Prozesse rund um die Kundenkommunikation zu verbessern und den Vertrieb mithilfe von Analysen beim Kampagnenmanagement zu unterstützen. Im CRM geht es dagegen im Wesentlichen darum, die Bedürfnisse der Kunden zu erkennen und diese gezielt anzusprechen, um neue Kunden zu gewinnen oder bestehende Kunden an das Unternehmen zu binden.

ERP-System: Funktionen und Module

Unter einem ERP-System versteht man ganz allgemein eine Unternehmenssoftware, mit deren Hilfe Firmen betriebswirtschaftliche Aufgaben aus verschiedenen Geschäftsbereichen erledigen können. Hierfür sind die Programme mit einer großen Brandbreite an unterschiedlichen Modulen und Funktionen ausgestattet. Im Folgenden möchten wir Ihnen eine konkrete ERP-System Definition geben und näher auf den Leistungsumfang aktueller Software-Pakete sowie ERP-Systemanbieter eingehen.

Ressourcen & Daten: Was kann ein ERP-System abbilden?

Unter einem ERP-System versteht man ein integriertes Software-Paket, welches auf Basis standardisierter Module alle oder wesentliche Teile der Geschäftsprozesse eines Betriebs informationstechnisch unterstützt. Zu diesem Zweck ist es die Aufgabe eines ERP-Programms, alle wichtigen Daten zu integrieren, welche für die Bewirtschaftung der Unternehmensressourcen essentiell sind:

Welche Daten und Ressourcen werden im ERP abgebildet

Auf Basis all dieser erfassten und verarbeiteten Daten kann ERP-Software dank der zur Verfügung gestellten Systemfunktionalitäten stets aktuelle Informationen liefern. Damit bieten Ihnen die Programme eine optimale Grundlage für die Planung, Steuerung und Kontrolle Ihres Unternehmens sowie für operative und strategische Entscheidungen.

Die Entwicklung von ERP-Systemen

Früher wurden ERP-Systeme lediglich zur Automatisation einfacher, routinemäßiger Aufgaben genutzt. Mit der Zeit gestalteten sich die Programme allerdings komplexer. Schon bald nahmen sie den Stellenwert umfassender Unternehmenssoftware ein, welche immer mehr wichtige Geschäftsbereiche abdecken und unterstützen konnte. Weiterhin war es möglich, wesentlich größere Datenmengen in den Datenbanken der Anwendungen zu speichern.

Die zunehmende Bedeutung des Internets und das Aufkommen des E-Business führte dazu, dass mit der Zeit mehr und mehr Module in ERP-Systeme integriert wurden – wie zum Beispiel:

  1. Customer Relationship Management (CRM) für die Kundenintegration
  2. Supply Chain Management (SCM) für die Lieferantenintegration

Ein effizienter Datenaustausch zwischen allen ERP-Modulen war nun außerdem auch in Echtzeit möglich, sodass alle Beteiligten zur gleichen Zeit auf wichtige Daten zugreifen konnten.

Die Bandbreite an Funktionen von ERP-Systemen vergrößert sich bis heute immer weiter. Zu den aktuellen Standards zählen mittlerweile zum Beispiel ebenfalls Schnittstellen für den elektronischen Datenaustausch oder den elektronischen Zahlungsverkehr. Damit können die verschiedenen Software-Anbieter auf dem Markt vollständig integrierte Systeme zur Verfügung stellen.

ERP-System Funktionen: Diese Anwendungsbereiche umfassen die Programme

Beim Betrachten verschiedener ERP-Software Definitionen wird deutlich, dass die meisten Programm-Pakete grundsätzlich in verschiedene Module unterteilt sind. Hierdurch ist sichergestellt, dass Sie den Leistungsumfang der Software ideal an die Bedürfnisse Ihres Unternehmens und Ihr Budget anpassen können. Grundsätzlich umfassen die Programme vier klassische Anwendungsbereiche:

  1. Finanzwesen
  2. Logistik
  3. Produktion
  4. Personalwesen

Diese vier Bereiche von ERP-Software zeichnen sich wiederum durch ein breites Funktionsspektrum aus. Hinzu kommen viele verschiedene bereichsübergreifende Funktionen. Der Leistungsumfang der Lösungen wird darüber hinaus ständig durch neue Funktionalitäten und Features erweitert. In der Regel stehen Ihnen Module für folgende Geschäftsbereiche zur Auswahl:

Kernfunktionen:

  • Rechnungswesen
  • Finanzbuchhaltung
  • Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung
  • Anlagenbuchhaltung
  • Controlling

Weitere Funktionen:

  • Kreditoren-/Debitorenverwaltung und -abrechnung
  • Sachkontenverwaltung und -abrechnung
  • Zahlungen
  • Mahnungen
  • Abschreibungen
  • Jahresabschluss
  • Absatz- und Ergebnisplanung
  • Kostenkalkulationen und -analysen

Kernfunktionen:

  • Einkauf und Verkauf
  • Materialwirtschaft
  • Lagerverwaltung
  • Vertrieb

Weitere Funktionen:

  • Materialdatenverwaltung
  • Materialdisposition
  • Kontrakt- und Rechnungsbearbeitung
  • Wareneingang- und Warenausgangsbearbeitung
  • Kontakt- und Kundenverwaltung
  • Wareneingang- und Warenausgangsbearbeitung
  • Transport und Außenhandel
  • Fakturabearbeitung

Kernfunktionen:

  • Produktionsplanung und -steuerung
  • Kapazitätswirtschaft
  • Werkstattsteuerung
  • Betriebsdatenerfassung

Weitere Funktionen:

  • Arbeitsplan- und Stücklistenverwaltung
  • Arbeitsplatz- und Ressourcenverwaltung
  • Absatz- und Produktionsgrobplanung
  • Materialbedarfsplanung
  • Fertigungsauftragsfeinplanung
  • Fertigungsauftragsfreigabe und -durchführung
  • Fertigungsauftragsrückmeldung und -abrechnung

Kernfunktionen:

  • Verwaltung der Mitarbeiter  (Human Resources)
  • Lohn- und Gehaltsabrechnung
  • Rekrutierung neuer Mitarbeiter
  • Karriereplanung

Weitere Funktionen:

  • Mitarbeiterversetzungen und Stellenbesetzungen
  • Karriereplanung und Personalentwicklung
  • Weiterbildungs- und Schulungsmaßnahmen
  • Reisemanagement und -abrechnungen
  • Arbeitgeberleistungen und Zeitwirtschaft
  • Entgeltermittlung und Gehaltsanpassungen
  • Freiwillige Leistungen und Betriebsrenten
  • Dokumenten- und Workflowmanagement
  • Archivierung und Datenbankverwaltung
  • Berichtswesen und Data Warehouse
  • E-Business
  • Customer Relationship Management (CRM)
  • Supply Chain Management (SCM)

Welche Arten von ERP-Software gibt es?

Viele ERP-System Definitionen beschäftigen sich mit der Frage, wie man die Programme am besten einordnen kann. Hierfür muss man zunächst zwischen verschiedenen Software-Systemen differenzieren. Man unterscheidet grob zwischen folgenden Arten:

 Standardsoftware:

Hierunter versteht man „fertige“ Software, die in der Regel das Bedürfnis einer größeren Branche im weiteren Sinn abdeckt. Oft sind die Lösungen konfigurierbar und sie erlauben Anpassungen. Man unterscheidet weiter zwischen:

Branchensoftware:

Diese Form ist in der Regel stark auf einen bestimmten Wirtschaftszweig fokussiert. Meist wird sie dort erfolgreich eingesetzt, wo eine größere Anzahl von Anwendern mit sehr ähnlichen Prozessen und Anforderungen arbeitet (z. B. Land- und Forstwirtschaft, Baugewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen).

 Individualsoftware:  

Ein solches System wird meist für eine spezielle Aufgabenstellung entwickelt. Dementsprechend kann es ausschließlich im dafür vorgesehenen Betrieb eingesetzt werden. Bereits vorhandene Software-Lösungen können so in der Regel integriert oder ausgebaut werden.

Aber zu welcher dieser Software-Arten lassen sich nun ERP-Systeme zuordnen? Am ehesten passen die Lösungen in die Sparte der Funktionssoftware – allerdings nur eingeschränkt, da ERP-Systeme per definitionem mehr als einen einzigen Anwendungsbereich abdecken. Aus diesem Grund lassen sich ERP-Systeme als integrierte Standardsoftware bezeichnen. Diese gewährleistet den Einsatz in vielen verschiedenen Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen.

Beispiele für ERP-Systeme

Sie suchen nach ERP-System Beispielen? Einige bekannte Hersteller von Standard-Software im Bereich Enterprise Resource Planning sind:

ERP – Was muss ich bei der Auswahl und Einführung des Systems beachten?

Sie überlegen, für Ihr Unternehmen ein ERP-System anzuschaffen? Dann stehen Sie aufgrund der riesigen Angebotsvielfalt auf dem Markt quasi vor der Qual der Wahl. Damit Sie sich am Ende auch tatsächlich für die passende Lösung entscheiden, setzt das eine entsprechende Expertise voraus und eine sorgfältige Planung ist unumgänglich. Wichtig ist, dass Sie Ihre Auswahlkriterien im Vorfeld festlegen. Wir klären auf, was Sie vor der Implementierung von ERP beachten müssen.

Auswahlkriterien: Was muss ich vor der ERP-Einführung berücksichtigen?

Damit Sie sich in Ihrem Unternehmen alle Vorteile eines ERP-Systems auch voll zunutze machen können, sollten Sie bei der Auswahl einer geeigneten Lösung große Sorgfalt walten lassen. Es ist dafür nämlich extrem wichtig, dass die Software optimal zu den Produkten, der Organisation und den Geschäftsprozessen Ihrer Firma passt.

Sollten von Ihrer Seite noch Unsicherheiten darüber bestehen, was Sie bei der Auswahl Ihres neuen ERP-Systems beachten müssen, können Sie sich an folgenden Kriterien orientieren:

Nur wenige Betriebe besitzen das nötige Know-how, um die Auswahl und Einführung von ERP-Lösungen in der Praxis ohne externe Unterstützung zu realisieren. Sollte das auch bei Ihnen der Fall sein, wenden Sie sich vor dem Kauf am besten an einen Unternehmensberater. Dieser kann Ihnen bei der Auswahl einer passgenauen Lösung für Ihren Betrieb eine große Hilfe sein.

Kriterien bei der Auswahl eines ERP-Systems

Die Implementierung eines ERP-Systems muss stets an Ihre individuelle Situation bzw. speziell an Ihren jeweiligen Betrieb angepasst werden. Nur so können Sie folgende Ziele erreichen:

Hinzu kommt, dass heutzutage alle Komponenten im Bereich IT aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung einem raschen Wandel unterworfen sind. In der logischen Konsequenz ist hiervon auch die ERP-Landschaft in Deutschland betroffen. Wichtig ist daher, dass sich ERP-Systeme den sich ständig ändernden Anforderungen optimal und jederzeit ohne viel Aufwand anpassen können. An dieser Stelle fallen oft wichtige Schlagworte wie Cloud Computing und Customizing (lesen Sie mehr dazu weiter unten in unseren ERP-News!). Hierauf sollten Sie bei der Auswahl und der Implementierung Ihrer neuen ERP-Lösung ebenfalls achten.

ERP-System Wiki:
Antworten auf die 10 wichtigsten Fragen rund um das Thema ERP

Abschließend möchten wir in unserem ERP-System Wiki auf einige der wichtigsten Fragen rund um das Thema ERP eingehen und Ihnen diese kurz und übersichtlich beantworten:

1. Was ist ein ERP-System und für welche Unternehmen kommt es in Frage?

Ein ERP-System ist eine breit gefächerte Unternehmenssoftware, mit der Sie alle betriebswirtschaftlichen Aufgaben und Geschäftsabläufe in Ihrer Firma effizient erledigen und abbilden können. Nicht nur große Konzerne, sondern insbesondere auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben in den letzten Jahren von der Einführung eines ERP-Systems profitiert. Im Grunde eignen sich die Programme für fast jeden Betrieb, unabhängig vom Wirtschaftszweig. Für kleine Betriebe ist eine ERP-Implementierung bzw. Systemintegration allerdings mit etwas höheren Risiken verbunden als für Großunternehmen. Unter Umständen können nämlich indirekte Kosten anfallen, deren Konsequenzen nur schwer abzuschätzen sind.

2. Wie finde ich das passende ERP-System für meinen Betrieb?

Wenn Sie eine passende ERP-Lösung für Ihren Betrieb anschaffen möchten, sollten Sie sich im Vorfeld Gedanken darüber machen, worauf es Ihnen im Detail ankommt und Auswahlkriterien festlegen:

Am besten legen Sie im Zuge dessen einen detaillierten Kriterienkatalog an. Dieser hilft Ihnen dabei, die Anforderungen und Bedürfnisse Ihres Unternehmens zu bündeln, um diese anschließend gezielt an die ERP-Anbieter für die weitere Vorgehensweise zu kommunizieren.

3. Wo liegt der Unterschied zwischen einem Warenwirtschaftssystem und einer ERP-Software?

Oft werden ERP-Systeme mit Warenwirtschaftssoftware gleichgesetzt. Diese Sichtweise ist jedoch nicht korrekt. Ein Warenwirtschaftssystem (WWS) verfügt in der Regel über folgende Programm-Module:

Neben diesen Modulen enthält ERP-Software zusätzliche Funktionen für die Produktionsplanung und -steuerung sowie für den Bereich Human Resources und der Personalwirtschaft.

4. Welche Module und Funktionen sollte ein ERP-System konkret haben?

Was muss ein ERP-System eigentlich alles können? Ein klassisches ERP-System sollte in der Regel mit
Modulen für folgende Unternehmensbereiche ausgestattet sein:

Da ERP-Programme also viele unterschiedliche Module beinhalten, bietet Ihnen das den Vorteil, dass Sie den Leistungsumfang der Software individuell an die Bedürfnisse Ihres Unternehmens anpassen können.

5. Welche Vorteile hat Cloud-ERP gegenüber klassischen Desktop-Systemen?

Im Gegensatz zu stationären ERP-Systemen müssen Sie eine Cloud-Lösung nicht lokal auf Ihren Firmen-Rechnern installieren. Stattdessen rufen Sie und Ihre Mitarbeiter ERP-Software aus der Cloud einfach und unkompliziert über den Webbrowser auf. Da langwierige Installationen, Wartungskosten und vieles mehr wegfallen, können Sie hierdurch eine Menge Zeit und Kosten in Ihrem Geschäft einsparen. Ein weiterer entscheidender Vorteil: Jeder Anwender eines Cloud-ERP-Systems hat über das Internet weltweit uneingeschränkten Zugriff auf die Anwendung. Das macht ebenfalls eine mobile Nutzung problemlos möglich. Beachten Sie hierzu auch unbedingt die Angaben des Anbieters zur Datensicherheit und -speicherung.

6. Welche Vorteile bietet mir eine ERP-Software?

7. Kauf, Miete, Leasing von ERP-Software – Was eignet sich am besten für mich?

Kauf:
  • Nach dem Kauf geht das Nutzungsrecht der Software, ihrer Module sowie aller User-Lizenzen in Ihren Besitz über. Sie können sie uneingeschränkt und unbefristet nutzen.
  • Sie müssen eine vergleichsweise hohe Anfangsinvestition tätigen.
Miete:
  • Sie zahlen eine vorab festgelegte Summe als Leasingrate. Das schont die Liquidität Ihrer Firma. Nach Ablauf des Leasingvertrags gehen die Nutzungsrechte in Ihren Besitz über.
  • Die Gesamtkosten sind in der Regel höher als beim Kauf.
Leasing:
  • Bei Mietmodellen (häufig in Form von SaaS-Lösungen) fallen periodische Mietzahlungen an, wobei die Wartungs- und Servicekosten meist inklusive sind.
  • Langfristig können die Gesamtkosten wesentlich höher werden als beim Leasen oder Kaufen. Die Software geht außerdem nie in Ihren Besitz über.
Kauf
Leasing
Miete
  • Nach dem Kauf geht das Nutzungsrecht der Software, ihrer Module sowie aller User-Lizenzen in Ihren Besitz über. Sie können sie unein-geschränkt und unbefristet nutzen.
  • Sie zahlen eine vorab festgelegte Summe als Leasingrate. Das schont die Liquidität Ihrer Firma. Nach Ablauf des Leasing-vertrags gehen die Nutzungs-rechte in Ihren Besitz über.
  • Bei Mietmodellen (häufig in Form von SaaS-Lösungen) fallen periodische Mietzahlungen an, wobei die Wartungs- und Servicekosten meist inklusive sind.
  • Sie müssen eine vergleichsweise hohe Anfangsinvestition tätigen.
  • Die Gesamtkosten sind in der Regel höher als beim Kauf.
  • Langfristig können die Gesamtkosten wesentlich höher werden als beim Leasen oder Kaufen. Die Software geht außerdem nie in Ihren Besitz über.

8. Wann ist eine Open Source ERP-Lösung sinnvoll?

Open Source Lösungen gewinnen im Bereich Enterprise Resource Planning zunehmend an Bedeutung. Aber warum werden diese ERP-Systeme beliebter? Vor allem für kleine Unternehmen sowie für Existenzgründer und Start-ups mit bescheideneren Anforderungen sind sie oft eine gute Alternative. Durch den Einsatz der flexiblen Anwendungen können sich für Sie Markt- und Kostenvorteile ergeben. Mit der Funktionalität herkömmlicher Software-Pakete können Open Source ERP-Systeme jedoch nicht mithalten. Große Firmen und Konzerne setzen daher eher auf altbewährte ERP-Lösungen.

9. Was kostet ein ERP-System?

Die Investitionskosten für ein ERP-System hängen stets von den individuellen Anforderungen und Strukturen Ihres Betriebs ab. Sie können den Preis für eine ERP-Einführung aber anhand folgender Kostengruppen grob kalkulieren:

ERP-Kosten im Überblick

10. Was sind die häufigsten Fehler bei der ERP-Einführung?

Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit unserem ERP-System Software Wiki alle wichtigen Fragen rund um ERP-Lösungen beantworten!